Erfahrung und
Fachkompetenz
für Laupheim.

Keine Zeit zu verlieren

Fünf Wochen sind seit der entscheidenden Oberbürgermeisterwahl am 24. April bereits vergangen. Fünf Wochen, in denen viel passiert ist und die dennoch vor allem durch Stillstand geprägt waren. Nach der Bestätigung des Wahlergebnisses durch den Wahlausschuss fanden erste Gespräche mit der Stadtverwaltung über den weiteren Fortgang bis zur Amtseinsetzung statt. Diese war für den 20.06. geplant. Ein erster Termin war sehr launig: die Bewertung des schönsten Mai-Baumes.

Am selben Tag erfolgte dann der Einspruch und damit wurden die weiteren Planungen automatisch eingestellt. Das war selbstverständlich, da ich dadurch ja nicht mehr der designierte Oberbürgermeister der Stadt Laupheim war und ich den Eindruck einer Anmaßung vermeiden wollte. Stattdessen besuchte ich Fußball- und Handballspiele. Ging zum Platzkonzert in Obersulmetingen und oft auf den Markt. Mir war und ist es wichtig, den Kontakt zu halten und ansprechbar zu sein. Ich bedanke mich an dieser Stelle ausdrücklich für den großen Zuspruch und die ermunternden Worte.

Fast genau einen Monat nach der Wahl traf dann die Zurückweisung des Einspruches ein. Darüber habe ich mich natürlich sehr gefreut. Nach der eigentlichen Wahl und der Auszählung durch die vielen Wahlhelferinnen und Wahlhelfer, der Tagung des Wahlausschusses bestätigte nun auch das Regierungspräsidium als zuständige Aufsichtsbehörde (und nach eingehender Prüfung) die Wahl. Es besteht für mich kein Zweifel daran, dass ich die Wahl gewonnen und der nächste Oberbürgermeister der Stadt Laupheim werde. Ich möchte extra betonen, dass ich hierzu bereit bin!

Das ist mir besonders wichtig, denn Laupheim befindet sich in einer schwierigen Lage. Durch die schwere Krankheit und den Tod von Oberbürgermeister Rechle, die Wahl und die Verzögerungen in deren Folge, stehen sowohl die Verwaltung, als auch die Stadt unter einer besonderen Belastung. Diese wird durch den angekündigten Gang vor das Verwaltungsgericht zusätzlich verschärft. Wertvolle Zeit wird ins Land gehen, bis Klarheit herrscht. Zeit, die für die Stadt Laupheim mehr als kostbar ist. Denn weiterhin müssen Entscheidungen delegiert und verschoben werden. Ein tragfähiges Programm für die Zukunft kann nicht ausgearbeitet oder ganz einfach: die Arbeit nicht gemacht werden. Es droht ein langer Stillstand. Das ist fatal.

Ich möchte daher im Rahmen meiner Möglichkeiten dazu beitragen, die Folgen abzumildern. In den kommenden zwei Wochen werde ich daher ein Aktionsprogramm unter dem Motto „Keine Zeit zu verlieren“ erarbeiten. Darin wird es vor allem darum gehen, wie die Zeit bis zur Entscheidung genutzt werden kann, um dann schnellstmöglich in die Arbeit einsteigen zu können. Es kann sein, dass ich am Ende Zeit und Energie investiert habe und durch eine Entscheidung des Gerichts mit leeren Händen dastehe. Aber bereits als Kandidat einer solchen Position trägt man Verantwortung für die Gesellschaft. Verantwortung, die es zum Wohl der Stadt einzusetzen gilt. Als Einzelner trete ich dabei für das große Ganze in den Hintergrund.

Als ersten Schritt habe ich bereits allen Fraktionen einen Terminvorschlag für einen Auftakttermin unterbreitet. Wichtig: im ersten Schritt geht es um ein vertieftes Kennenlernen und Besprechung einer möglichen zukünftigen Zusammenarbeit. Entscheidungen, Versprechungen oder die Diskussion nichtöffentlicher Themen wird es dabei nicht geben – da ich diese Gespräche als Privatperson führe.

Weitere Einzelheiten werde ich nach den Pfingstferien bekanntgeben.

In den kommenden Tagen oder Wochen wird vom Regierungspräsidium Tübingen die Ordnungsmäßigkeit der Wahl schriftlich bestätigt werden. Die Verwaltung ist dann in der Lage, weitere Schritte anzugehen. Dazu zählt auch die Beantwortung der Frage, ob ich als Amtsverweser eingesetzt werden kann. Hierzu bin ich auf jeden Fall bereit und werde von meiner Seite aus klären, welche arbeitsrechtlichen Folgen dies hat. Auch hierzu wird in den nächsten Wochen eine verlässliche Antwort getroffen werden können.

Mein Credo ist: „Jeder Nachteil hat einen Vorteil“. Es gibt für jede Herausforderung eine Lösung. Lassen Sie uns daher näher zusammenrücken. Die nächsten Schritte besprechen und vor allem schnellstmöglich mehr Planbarkeit und Verlässlichkeit schaffen. Gemeinsam werden wir auch diese Hürde meistern und Laupheim voranbringen.

Ich bin bereit dazu.

Herzlichst,

Ihr

Ingo Bergmann

Ingo Bergmann